Finanzwissen statt Finanzmythen:

Am 14. Juli 2026 besuchte Tobias Terliesner von AnlageSTRATEGIE Köln das Geschwister-Scholl-Gymnasium Stadtlohn — sein ehemaliges Gymnasium — und führte mit 32 Schülerinnen und Schülern der Q1 einen sechsstündigen Workshop durch. Was nach einem langen Schultag klingt, steht stellvertretend für ein größeres Anliegen: ökonomische Bildung für junge Menschen zugänglich und praxisnah zu machen.
Den vollständigen Bericht der Schule gibt es hier: gsg-stadtlohn.eu
Das Problem: Wissen kommt zu spät — oder gar nicht

Deutschland liegt beim Thema ökonomische Bildung im internationalen Vergleich unter dem Durchschnitt. Schule allein kann diese Lücke nicht schließen: Zeitmangel und fehlendes Fachwissen der Lehrkräfte machen sie zum Nadelöhr. Was bleibt, sind Social Media und Algorithmen — Quellen, die oft interessengeleitet, oberflächlich und für Jugendliche schwer einzuordnen sind.
Dabei geht es nicht darum, junge Menschen zu Finanzoptimierern zu erziehen. Das Ziel ist einfacher und gleichzeitig weitreichender: Wer die Grundlagen wirtschaftlichen Handelns versteht, kann eigenständig ökonomisch sinnvolle Entscheidungen treffen — und damit letztlich selbstbestimmt leben.
Warum frühes beginnen wichtig ist – nicht nur für den Zinseszinseffekt
Der Zinseszinseffekt ist bekannt als mathematisches Prinzip: Wer früh anfängt zu investieren, profitiert langfristig überproportional. Aber dasselbe gilt für Wissen und Entscheidungen. Wer mit 18 versteht, was Inflation wirklich bedeutet, was gute und schlechte Schulden unterscheidet und wie Kapitalmärkte funktionieren, stellt die Weichen für sein Leben anders — und früher. Jedes ungenutzte Jahr ist wie ausgelassener Zinseszins: einmal verpasst, lässt er sich nicht nachholen.
Megatrends wie der demografische Wandel und strukturelle Inflation machen diese Kompetenz notwendig. Die Rentengeneration, in die die heutigen Q1-Schüler eintreten werden, funktioniert anders als die ihrer Eltern. Wer das nicht weiß, wird es spüren.
Der Workshop: Drei Module, ein Werkzeugkasten
Der Workshop folgte einem zweistufigen Ansatz: Nach einer Auftaktveranstaltung, in der die Grundzüge ökonomischen Denkens vorgestellt wurden, vertiefte der Workshop die Themen in drei Modulen.
Modul 1 behandelte die Grundlagen des Geldsystems: Wie entsteht Geld wirklich? Was bedeutet Inflation für die persönliche Kaufkraft? Und welche Schulden sind sinnvoll — welche nicht?
Modul 2 drehte sich um Investitionen und Sachwerte: Was ist eine Aktie? Warum schlägt der frühe Einstieg so deutlich — und warum sind Schwankungen nicht gleichbedeutend mit einem Verlust?

Modul 3 war bewusst praktisch gehalten: Depot, ETF, Sparplan — die drei Zutaten für einen ersten echten Schritt. Mit echten Daten, echten Tools und einem selbst skizzierten Muster-Portfolio.
Die Schulleitung beschrieb den Tag als vollen Erfolg. Für AnlageSTRATEGIE Köln war es die Premiere am GSG Stadtlohn — und definitiv nicht die letzte Veranstaltung dieser Art.
Ein Angebot, das wächst
Was mit einem Workshop begann, ist als längerfristiges Engagement gedacht: Kapitalmarkt-AG, Planspiel Börse, weiterführende Module — der Aufbau ökonomischer Grundkompetenz ist kein einmaliger Impuls, sondern ein Prozess, der Früchte trägt, je früher er ansetzt.
Schulen, Unternehmen und Organisationen, die einen ähnlichen Workshop anfragen möchten, finden uns unter anlagestrategie.koeln. Finanzkompetenz ist kein Luxus — sie ist ein Werkzeugkasten für das Leben.